Willkommen bei Franks Traingstagebuch
28. und 29. Mai - 2h Laufen, ein Bier, drei Vodka Multivitamin, 4h Schlaf, Kopfweh,135 Radkilomter und wieder Kopfweh (genau in der Reihenfolge)
Bis auf die 4h Ausfahrt am Mittwoch war noch nichts längeres gelaufen diese Woche und so musste das Wochenende für die langen Einheiten herhalten.
Nach einer kleinen Schwimmeinheit am Samstag und zuschauen beim Footballspiel der Freiburger Sacrestians wo ich eigentlich nur deshalb war um der Cheerleadergruppe (Nuggets) unter die Röcke zu gucken, die dann blöderweise doch nicht auftreten konnten, da sie sich auf irgendeine Meisterschaft vorbereiten, bin ich dann erst spät abends daheim gewesen und startete meinen langen Lauf um halb zehn. Nach zwei Stunden laufen lud mich mein Nachbar auf einen kleinen Umtrunk ein, der bis um 3 Uhr früh ausgedehnt wurde. Um 7 klingelte auch schon der Wecker, denn eine Radausfahrt nach Offenburg zum MB Weltcup-Rennen war angesagt. Mit schweren Beinen und schwerem Kopf war diesmal wenigstens der Wind auf meiner Seite und so war der Weg nach Offenburg nicht ganz so qualvoll. Fluchend, dass der Fotoapparat meine Speicherkarte verrissen hatte, konnte ich dann auch nur 20 Fotos machen. D.h. von dem Männerrennen gibt’s gar keine Aufnahmen. Hauptsache ich konnte Hanna Klein vor die Linse kriegen die an diesem Sonntag einen guten 20. Platz eingefahren hatte. Fotos gibts hier.
Der Heimweg war dann total ätzend. Müde und bei Temperaturen nahe am Siedepunkt erreichte ich halb verbrannt und ausgepowert irgendwann den Heimathafen.
Das Weltcuprennen anzuschauen hat echt Spass gemacht, die Radeinheit war kacke. Aber die 135 Trainingskilometer die ich abends in mein Protokoll aufnehmen konnten und eine Trainingszeit von 16,5h in acht Tagen haben mich dann doch zufrieden einschlafen lassen.
25. Mai
Irgendwann muss man ja damit anfangen. Und wenn nicht jetzt wann dann. So stand heute meine erste Schwimmeinheit seit Winter auf dem Programm. Das neu eröffnete Hallenbad mit 50m Bahn und digitaler Uhr mit Sekundenanzeige erfüllte die Kriterien und so zog Ironman Frank the Tank sich die Badehose an um sich seiner Schwimmform zu beweisen. Unglaublicherweise konnte ich die 2000m ohne allzu große Mühen in ziemlich genau 47min abschließen. Nicht schlecht für die erste Schwimmeinheit
24. Mai
Gestern Nacht erst um halb fünf vom schaffen gekommen, davor ein Bergtraining mit dem Rad absolviert und heute morgen tatsächlich im Labor gewesen. Kein Wunder das ich dann während des Bergzeitfahrens auf der Couch eingeschlafen bin und Contadors Etappensieg verpasst habe (was ich ihm nicht gönne). Allerdings musste ich heute auch noch in die Pedale treten. Die Motivation, die ich sonst aus dem „auf der Couch sitzen und anderen beim Sporteln zusehen“ schöpfe, überkam mich diesmal überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich war schläfrig und total gerädert. Zudem hatte ich auch noch Hunger. Aber sieben Wochen vor dem Ironman hat man keine Wahl und so ging ich am leeren Kühlschrank vorbei hinunter zum Drahteselparkplatz um mein Baby zu satteln. Mit schweren Beinen und unglaublich viel Gegenwind, dass sich die Kornähren biegen quälte ich mich voran mit dem Gedanken die nächste Tankstelle aufzusuchen um meine leeren Speicher mit erfrischenden Farbstoff-Zucker Getränken wieder aufzufüllen.
Als Opfer meines Entorhinalen Cortex der mich ständig dazu verleitet den schöneren und unbekannteren weg zu fahren und nach dem sich die Städtebauer bei der Positionierung von Tankstellen leider nicht richten gelang ich mal daher mal wieder auf einen altbekannten Weg bei dem ich wusste dass ich hier mehr Tränken für Pferde als für Menschen finden werde. Alsbald fand ich mich auch schon in den tiefen des Schwarzwalds wieder.
Orientierungslos, unterzuckert und durstig wachte ich nach der dritten Abfahrt inmitten eines wunderschönen von Blumenwiesen eingebetteten Tal namens Schuttertal auf und erspähte die untergehende Sonne. So langsam wurde es kalt und zwecks mangelnder Beleuchtung und allmählichem Selbstverdau war es an der Zeit den Rückweg zu suchen.
Mühevoll und im ersten Gang quälte ich mich noch in Gedanken an den Trainingsreiz für meinen Fettstoffwechsel den nächsten Anstieg Richtung Buxtehude hoch. Rechts und links auf den Wiesen standen tonnenweise potentieller Schwarzwälder Schinken der mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lies. „Vielleicht sollte ich mir ein Feuer machen und eine Kuh braten“ aber angesichts der späten Stunde war es ratsamer den Heimweg zu finden. Am Horizont eine Fatamorgana hatte ich tatsächlich das sagenumwogene Schlaraffenland gefunden? EDEKA stand in großen Lettern darauf geschrieben. Und tatsächlich überall auf den Regalspitzen sah ich Essen und Trinken sitzen. Ich entschied mich für ein Powerrade auf ex . das gibt mir die TANK-Kraft die ich brauche und schon gings auf Feuerrädern der Heimat entgegen. Mit einem Affenzahn fuhr ich gegen die untergehende Sonne an und sogleich erkannte ich die Vorteile die ein Aerolenker hätte den ich mir angesichts mangelndem Budgets nun selbst bauen werde. Pünktlich zum Sonnenuntergang fand ich mich auf bekannten Feldwegen wieder mit immer noch unendlich Power in den Beinen. Ein wunderschönes Ende einer sonst mühevollen Radeinheit.
22. Mai (Noch sieben Wochen)
Es geht wieder los und ich kann nur sagen „topp“. Ersten Bedenken, die lange Ruhepause nach meinem „Stoßbelastungstrainingslager“ hätte meine Form geschwächt hatten sich Gott sei dank nicht bestätigt. Ich bin definitiv schneller geworden, auch wenn ich nach der ersten Laufeinheit wieder leichten Muskelkater hatte. Vor allem im Radfahren habe ich gute Fortschritte gemacht. Jetzt heißts noch Schwimmen, schwimmen, schwimmen...
4.4. - 24.4.2011
Tja die Zeit ist knapp, der Stichtag rückt mit Lichtgeschwindigkeit näher. Da stellt sich die Frage „wie hole ich Versäumtes am schnellsten wieder auf“ Möglichkeit 1: ich baue mir eine Zeitmachine und reise ein halbes Jahr zurück um diesmal alles anders zu machen. Möglichkeit 2. Training nach dem Prinzip der Stoßbelastung. Drei Wochen Hardcoretraining ohne Ruhetag und anschließend eine Woche Pause um den Trainingsreiz zu verarbeiten. Gesagt getan und so stieg ich in meine Kapsel drücke auf Start 01.01.2010......
Na gut dann halt nicht. Nach anstrengenden drei Wochen mit 11, 17 und 16 Wochenstunden (und zwei Ruhetagen) wartete ich nun auf das Wunder das mir prophezeit wurde. Doch wie das nun mal mit Wundern so ist....
Eine Woche Regeneration waren einfach zu wenig. Die ersten zwei Trainingstage liefen wirklich gut doch beim langem Lauf am dritten Tag merke ich ziemlich schnell, dass die Beine noch nicht richtig fit waren. Also blieb mir nichts anderes übrig als das Training wieder runterzufahren. Dazu kam dann noch ne Angina und ich musste weitere zehn Tage ruhen.
28.2. - 6.3.2011 (Woche 8)
Ein Herrlicher Sonntagmorgen lud mich förmlich dazu ein einen langen Dauerlauf zu starten. Nach langer Radausfahrt in den Weinbergshügeln und ich gebs ja zu hauptsächlich flachen Abschnitten am Samstag startete ich Sonntagmorgen um 14:00 Uhr mit ermüdeten Beinen mein Laufprogramm. 1h 40 oder so sollten es schon sein. Hauptsache keine Schmerzen in den Beinen, denn das kostet Regenerationszeit. Nach einigem Bergauf und Bergablaufen schoss die Energie nur so durch meine Blutbahn und ich fühlte mich zu höherem berufen. Gesagt getan. Der Berg ruft. So machte ich mich auf, den Rosskopf zu erklimmen. 500Hm am Stück waren zu überwinden. Als Naturmensch lief ich natürlich abseits der Strecke die steilen Trails bei denen teilweise ganzer Krafteinsatz gefragt war und wurde dafür auch prompt belohnt. Immer wieder rettete mich nur ein Sprung ins Gebüsch davor mit einem der exotischen Waldbewohner der Gattung Rocky Mountain oder Slayer (genauere Typisierung war bei den Geschwindigkeiten sogar für mich als Biologe nicht mehr möglich) zu kollidieren. Nach großem Schweißverlust und mit verhärteten Waden gelang es mir ihr Lager auszuspähen. Direkt unterm Rossbergturm tummelten sie sich. Fast alle gehörten sie dem Stamm der Black Forrest Ultras an. Gemütlich lungerten sie in der Sonne und grasten Energieriegel und Zuckerwasser. Um mir das Schauspiel genauer anzuschauen kletterte ich die 150 Stufen den Turm hinauf und genoss das unglaubliche Panorama auf den Schwarzwald und das Badener Land. Fluchend dass ich schon wieder meinen Fotoapparat vergessen hatte und vom Wind ausgekühlt machte ich mich auf den Rückweg. Schnellen Schrittes um wieder warm zu werden hämmerte ich die 500 Hm bergab. Um meine inzwischen schmerzenden Beine und Knie zu schonen ging ich die letzten zehn Minuten aus, was mir, nun als Walker im Sportdress deklariert, einerseits belächelnde Blicke und anderseits freundliche Grüße anderer stockschwingender Artgenossen einbrachte. Nach 2:20 saß ich dann endlich wieder auf der Couch, wo bereits Mittagessen und die Biathlon-WM auf mich warteten.
Woche 5 und 6 (und 7?)
Ort: Freiburg
Training: Grundlage
Programm: kopiertes Trainingstagebuch von Andrej Heilig

Wenn es mal nicht so richtig läuft, schwimmt und fährt warum dann nicht vom Trainingstagebuch anderer abschreiben? Oder wird mir jetzt der Triathletentitel aberkannt? Oder der als Blogschreiber, aber schließlich habe ich den Blog doch trotzdem selber verfasst. Oder sollte ich jetzt besser vom Ironman zurücktreten? All diese Fragen (oder ähnliche) sind unserem guten Herrn Ex- Verteidigungsminister wohl auch durch den Kopf gegangen, bevor er anfangs des Monats seinen Rücktritt bekannt gab. Doch wie heißt es doch so schön „Angriff ist die beste Verteidigung“ (Originaltitel: Best Defense 1984, Willard Huyck). Das Buch bzw. den Film hätte sich der Herr Gutenberg mal anschauen sollen, bevor er feige das Handtuch warf. Mich jedenfalls hauen auch zwei nicht so gelungene Wochen und ein miserabler Wettkampf in Magdstadt nicht so einfach vom Rad.
31.1. - 6.2.2011 (Woche 4)
Samstag Abend! In zwei Stunden sind wir auf eine Homeparty eingeladen. Was mach ich bloß bis dahin? Jeder andere würde jetzt das Karlsberg aus der PET-Flasche oder den Spätburgunder Billigfusel aus unserem Kühlschrank holen und erst einmal in aller Manier vorglühen. Nicht so der Läufer. Ein Bisschen auslaufen, nur eine kleine Runde, möglichst flach denn man hat ja schon einige Wochenkilometer hinter sich. Also raus aus den Hausschuhen und rein in die Laufgamaschen.
Die Nacht ist ziemlich dunkel, Novemberrain plätschert aus dem Mp3- Player da frohlockt mich ein steiler Anstieg. „Mal gucken wo`s da lang geht“. Wenig später steh ich mitten im Wald ein, zwei Sterne leuchten mir den Weg. Kaum die Hand vor Augen sehend mach ich kehrt wieder dem Lichtermeer der Stadt entgegen. Oder doch weiter hoch? Wieder kehrt. Richtung Wald. Oder doch nicht? Dieses Spiel wiederholt sich einige Male. Mir ist schon ganz schwindlig vom ständigen drei Meter hoch und wieder runter Laufen, bis ich mich schließlich sagen höre „ach scheiß drauf“ und schon ging es rein in den Black Forrest, der in der heutigen Nacht seinem Namen alle Ehre macht. Der unbekannte Weg wird dunkler und führt mich immer weiter in den Wald hinein. Auf dem Untergrund ertaste ich Treckerspuren, Matsch und Pfützen und schon schimpfe ich über nasse Füße. Bei der Dunkelheit ist es unmöglich Sumpf und Morast aus dem Weg zu gehen und die Strecke wird hin und wieder so schlammig, dass ein Laufen nicht mehr möglich ist. Umkehren? Niemals! Da hinten endlich ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Mit dem Ende des Tunnels endet dann auch der Weg. „Was hängt da für ein Fetzten gelbes Plastik in der Luft“ „Aha ein Weidezaun“. Gott sei dank kein Strom darauf. Also links den Weidezaum entlang. Das Gestrüpp wird dichter und reißt an meiner Laufhose. Noch ein gelber Plastikfetzen. Also gut rüber über den Zaun und rauf auf die Weide. Wieder irgendwelchen Treckerspuren hinterher. Ein paar Rutschpartien die schlammigen, Hänge runter,. Wasserplätschern. Mit den Händen den Untergrund auf festen Boden absuchend taste ich mich voran. Wo bin ich hier bloß gelandet. Ne alte Badewanne gelangte in mein Blickfeld. Hoffentlich ist das hier nicht der Gülleabladeplatz für die Viecher. „Tolle Wurst“. Da hinten ein Lichtschein vom Bauernhaus. Da muss es irgendwo eine Zufahrtsstraße geben kommt es mir in den Sinn. Endlich wieder ( festen ) Boden unter den Füssen mache ich mich auf Richtung Licht. An einer Scheune mich vorbeischleichend bemerken mich dennoch die darin befindlichen, jetzt nicht mehr schlafenden Pferde und schlagen Alarm, urplötzlich macht mir der Gedanke von einem Wachhund erwischt zu werden Beine und ich schlag die Flucht über einen Acker an. Mit kiloweise Schlamm an den Füssen erreiche ich ein unbeleuchtetes Haus, welches links von viel dunklem Wald und rechts von einem zwei Meter hohen Maschendrahtzaun flankiert wird. Entweder ab durch die Hecke und durch den Vorgarten über die Terrasse auf die gegenüberliegende Asphaltstraße oder den Zaun überwinden. Ich entscheid mich für den Zaun. Beim rüber klettern biegt sich der ganze Zaun in meine Richtung, und meine schlammigen Treter suchen vergeblich halt in dem engen Maschendraht. Glücklicherweise löst sich durch die Gewalteinwirkung ein Teil des Maschendrahts vom Verbindungspfosten und ich kann irgendwie drüber schlüpfen. Noch ein Zaun. Eine Holzlatte bricht. Riesenknall! Bewegungsmelder ertappen mich. Das vorhin noch dunkle Haus erstrahlt in hellem Licht. Rückzug! Mit Karacho wieder über den ersten Zaun und ein Versteck aufsuchen. Keine Reaktion. Also Plan B: Luft anhalten, ab durch die Hecke durchs Blumenbeet, quer über die Terrasse, ab durch die zweite Hecke mit Zaun. Endlich Asphalt. Füße in die Hand und nix wie weg.
Letztendlich ein spannendes Erlebnis und sicher nachhaltiger in Erinnerung bleibend als der Rest des Samstag abends. Laufen rockt!
24.1. - 30.1.2011 (Woche 3)
Jeder kennt ihn. Gefräßig und faul, kugelrund und antriebslos lungert er herum, immer auf Konfrontationskurs und unermüdlich auch die tausendste Diskussionen mit seinem Herrchen auszutragen. Doch meist zieht er trotz schlagender Argumente den Kürzeren, denn sein Schicksal ist es in der Haut eines Triathleten gefangen zu sein. Der „Innere Schweinhund“.
Eine zeitlang ist er ruhig gewesen, sich vorzubereiten, Energie zu sammeln für seinen großen Auftritt. Wenn er will kann er geduldig warten nur um dann erbarmungslos zu zuschlagen. Ganz gezielt hat er auf einen Augenblick der Schwäche gewartet. Hat mein Schlafdefizit ausgenutzt, sich mit meinem Hypophysenvorderlappen verbündet um in gemeinschaftlicher Arbeit eine Flutwelle an Dopamin zu kreieren die dann wie ein Tsunami mit über 1000km/h durch meine Blutbahn gerauscht ist. Und das alles während meines Mittagsschlafs. Wen wundert es da, dass nach mittäglicher Ruhephase die Polar RS800CX (hätte ich gern) 20:11 Uhr anzeigte. Nach der ersten Phase der Ungläubigkeit „Nein, kann nicht sein“ und Überprüfung all der anderen Zeitanzeiger in Küche, Bad und Schlafzimmer, setzte er zum Sprung an, entfloh seiner Lauerstellung und packte mich fest im Genick. Er kennt meinen Trainingsplan und zwar ganz genau. So wusste er um die zwei Einheiten die noch auf dem Programm standen. Noch durch Müdigkeit gezeichnet erschien mir sein Angebot verlockend mich doch einfach wieder hinzulegen oder wenigstens eine Einheit zu streichen. Aber auch ich habe meine Verbündeten und diesen Joker galt es jetzt zu ziehen. Mit ACDC und Kaffee begann ich meine Verteidigungsstrategie aufzubauen. Erbarmungslos schnürte ich meine Laufschuhe, Radtrikot an und die Badehose in der Rückentasche verstauen. Als Handtuch musste ein Geschirrtuch dienen. Für mehr war kein Platz. Auf der Laufstrecke gesellten sich dann noch Metallica, Iron Maiden, Sepultura und Guns`n Roses dazu. Bei solch einer Übermacht blieb ihm nichts anderes übrig als sich wieder in sein Körbchen zu verziehen. Euphorisiert über meinen Sieg wurde der Lauf zu einem wahren Genuss. Zu guter Letzt konnte ich auch den Hypophysenvorderlappen wieder für meine Seite gewinnen worauf er mich durch eine ganze Palette motivationsfördernder Substanzen unterstützte, die sogar noch dafür reichten den Inneren Schweinehund meiner Schwimmpartnerin Jenny Rilka, (allen „Agenten“ noch aus dem Vfl Fitness Center bekannt), in die Flucht zu treiben und sie um halb zehn Uhr abends noch auf eine Schwimmrunde zu überreden. Und so wurde der Dienstag zum Trainingstag der Woche.
17.1. - 23.1.2011 (Woche2)
Die zweite Auftaktwoche hat ganz gut angefangen und zufriedenstellend geendet. Ziel war es wie in der Woche zuvor sich an die kommenden Belastungen zu gewöhnen. Inhalt waren daher geringe Umfänge und zumindest im Laufen auch niedrige Intensitäten. Dazu ein moderates Krafttraining für Oberkörper und Beine.
Da ich beim Spinning am Donnerstag wieder fast von der Rolle gefallen wäre, was wahrscheinlich auf mangelnde Sauerstoffversorgung und erhöhte Nikotinwerte zurückzuführen ist bin ich froh alsbald meinen ersten Tag als Nichtraucher bekannt geben zu dürfen. (Termin stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest)
Die schönste und anstrengendste Trainingseinheit fand Ende der Woche am Sonntag statt und war zugleich der Auftakt in meine Wettkampfsaison. Bei herrlichem Wetter und akuter Frostbeulengefahr stand ich mit zwei weiteren Athleten aus dem Frorider-Team http://www.frorider-hbg.de.tl/ , Markus Lang alias Gang und Swen Maier alias Sepp, an der Startlinie beim Icerunner/Rider in Schömberg. 8,1km aufgeteilt in drei Runden hieß es für die Läufer zu bewältigen wobei in jeder Runde ein 1km langer Anstieg zu überwinden war. Nach 38:47 min (Frank); 37:56 (Markus) und 1:49:49 (Swen) über 33km und 890Hm mit dem MB blieb noch genügend Kraft um unseren Durst mit dem ein oder anderen Hefeweizen zu stillen. Ein besonderes Schmankerl war die Anwesenheit von Hanna Klein, inzwischen im MB-Nationalkader und Sportstudentin an der Uni Freiburg, die hier Gesamtsiegerin bei den Frauen wurde.
Mit einem überschaubarem Starterfeld (52 Teilnehmer), einer hervorragenden Strecke durch den Schwarzwald und leckeren Finishersnacks (Kuchen, Käselaugenstangen, Energieriegel) reiht sich der Icerunner in der Kategorie „die schönsten kurzen Läufe“ ganz oben ein. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Alles in Allem ein sehr gelungener Sonntagvormittag
Fazit:
Trainingszeit 6:40
Einheiten 7
10.01. - 16.01.2011 (Woche 1)
Nach einem sehr gelungenen Trainingsstart Anfang Dezember letzten Jahres in die Ironmanvorbereitung musste der gute Formaufbau über die Feiertage kurzzeitig einer anderen Lieblingsbeschäftigung Tribut zollen. Während böse Zungen behaupten würden dass dieser Auszeit doch auch Faulheit zu Grunde liegen könnte, muss ich entschieden auf die Wichtigkeit sogenannter Entlastungswochen hinweisen.
Topmotiviert und entlastet ging es dann in die erste Trainingswoche des neuen Jahres. Um mir nicht gleich zu viel zuzumuten habe ich mein geplantes Trainingspensum ein wenig abgespeckt und mit kürzeren Einheiten vorlieb genommen, wobei aber immerhin sieben Ausdauereinheiten und ein Krafttag zu buche standen. Mit 7:40h Trainingszeit ist dann doch ein akzeptabler Einstieg ins neue Jahr geglückt.
Zur Wahl für die Trainingseinheit der Woche standen gleich drei Einheiten auf dem obersten Treppchen. Platz eins in der Kategorie anstrengend erzielte der donnerstagabendliche Spinningkurs mit dem ehemaligem MB Nationalkadermitglied Eva Fünfgeld nach vorrangegangener Hot Iron- Stunde.( Danach war ich dann auch heilfroh endlich in die Sauna zu dürfen.)
Die Einheit die mir am meisten Spaß bereitet hatte war ein Sonntagmorgenlauf. Nach Verabredung mit Laufpartnerin Vivi (sonst wäre ich nach vier Stunden Schlaf wohl nicht aufgestanden) gings am Sonntag früh nach Sonnenaufgang auf eine schöne Panoramarunde am Sternwald entlang hinüber zum Lorettoberg mit herrlichem Ausblick auf das noch schlafende Freiburg. Schöner kann ein morgen nicht beginnen. Angespornt von dem frühen Lauf und dem schönen Wetter konnte mich nichts mehr halten und so sattelte ich wenig später mein Drahtesel um das Umland zu erkunden.
Die Auftaktwoche war also sehr zufriedenstellend und motivationsgebend für die nächste Trainingswoche.
Fazit:
Trainingszeit 7:40
Einheiten 8

