Fürs erste gibts hier eine Art Trainingstagebuch für den Ironman Zürich am 10.7.2010 von mir. Werd versuchen hier von Zeit zu Zeit mal meinen aktuellen Trainings- und Gemütszustand zu verteilen....

12.1.2012 - Gute Vorsätze und gutes Ergebnis

Eigentlich wollte ich mit einer absolutem Wettkampfwoche ins neue Jahr starten. Silvesterlauf Stuttgart, Dreikönigslauf Grafenau und die 15 km in Rheinzabern. Ganz geklappt hat das leider nicht. Allerdings ist nur der Silvsterlauf unter den Tisch gefallen (drohende Erkältung, die sich zum Glück nicht bewahrheitet hat), der in meiner Prioliste ohnehin ganz unten stand. Den Dreikönigslauf in Grafenau bin ich dann nach einer Woche Trainingspause (Umbau im Haus hat mich mental mal wieder völlig zerstört) gemütlich in 48:47 zum wieder reinkommen gelaufen um dann zwei Tage später in Rheinzabern die Bombe zu zünden. Und das hat auch ganz gut geklappt. Optimistisch hatte ich meine Zeit vom 10 km Lauf Anfang Dezember hochgerechnet und wäre damit ganz kanpp unter 1:05 ins Ziel gekommen. Doch an dem Tag hat alles gepasst und zur guten Form kam auch noch Glück dazu. Bei KM 1 bin ich auf Dietmar vom Lauftreff Hildrizhausen aufgelaufen. Seiner klaren Ansage ("Wir laufen einfach 4:15 min /km durch) und seinen Hacken bin ich dann einfach gefolgt. Und wenn der Dietmar das sagt, dann klappt das auch. 10 km in 42:25 (scheiße schon wieder ne inoffizielle Bestzeit) heißen im Ziel 1:03:43. Perfektes Ergebnis, perfekter Lauf. Danke Dietmar.
Bereits einen Tag nach dem Lauf bin ich mit einem weiteren wichtigen Vorbereitungsblock gestartet. Nachdem ich doch immer wieder feststellen muss, dass ich für Ausdauersport einfach zu fett bin (82 kg bei 1,73 m), muss in diesem Bereich nochmal kräftig was passieren. Nachdem verschiedene Versuche in den letzten beiden Jahre eher weniger erfolgreich waren, kommt jetzt hoffentlich nochmal der ganz große Wurf. Eine kohlenhydratreduzierte Diät (ketogen oder Logi oder was auch immer) soll helfen endlich mal Fettpolster in großen Stile los zu werden. Eine Testwoche im November stimmt mich zuversichtlich hinsichtlich Logistik, genereller Verträglichkeit etc. Der Erfolg kann dann aber erst im Februar bewertet werden.

28.12.2011 - Das bisher beste Jahr meiner Sportkarriere...

... ist leider vorbei. Und wenn ich darauf zurückblicke bin ich mehr als nur zufrieden. Das Jahr war einfach der Hammer. Das absolute Highlight war ganz klar der Ironman in Zürich. Fast 6 Jahre lang habe ich mich auf diesen Tag gefreut, fast alle Wettkämpfe der letzten Jahre (sei es Marathon, Triathlon etc.) hatte nur das Ziel sich auf diesen Tag vorzubereiten. Schon allein mit dem Finish hab ich mir einen Lebenstraum erfüllt. Mit einer Zielzeit von 10:58:28 bin ich weit unter dem geblieben was ich selbst für möglich gehalten habe. Ein perfekter Tag, ein perfektes Rennen, ich kann mich heute noch zurücklehnen und bekomme eine Gänsehaut wenn ich daran denke.
Aber auch die guten Wettkämpfe in Heilbronn (in der Summe aus allen drei Disziplinen, sicherlich der beste Wettkampf den ich je gemacht habe) und in Köln (neue Bestzeit über die Halbe-Ironman Distanz) sind mir in guter Erinnerung geblieben. Und so langsam stellt sich soetwas wie Wettkampfroutine im Triathlon bei mir ein. Ich weiß schon ganz gut im Vorraus was ich an welchem Tag leisten kann und merke frühzeitig wenn etwas aus der Bahn gerät und kann ggf. gegensteuern. Eine Eigenschaft die ich im Laufen eigentlich schon länger haben sollte. Leider wurde ich da in Freiburg beim HM Lügen gestraft. Ich weiß nicht warum, aber das Erlebnis hab ich immer noch nicht ganz verdaut (siehe Blog vom 5.4.2011). Um so schöner, dass ich mit den 10 km in 42:50 in Rheinzabern in einem läuferisch total verkorksten Jahr auch ein Ziel erreicht hab, das eigentlich so gar nicht geplant war. Den aufgrund von Knieproblemen im Frühjahr und der damit verbunden Sorge einer ernsthaften Knieverletzung, war den ganzen Sommer kein systematisches Lauftraining möglich. Aber ich weiß jetzt wo der Fehler war, und bin seit langem mal wieder frohen Mutes was das Laufen angeht.

Der Kurs fürs nächste Jahr ist auf jeden Fall schon ziemlich klar, mehr dazu in den nächsten Wochen.
Danken möcht ich allen, die mich wie schon wie all die Jahre zuvor bei sovielen Wettkämpfen unterstützen (vorallem meinem ganzen Supporterteam, das beim IM in Zürich dabei war). Eigentlich mach ich das nur für euch ;-).

Mein größter Dank gilt wie immer der Person, die das ganze Tag ein Tag aus ertragen muss und auch tut und dann auch noch auf den Wahnsinnsplan eingestiegen ist, mich zu heiraten. Danke Schatzi, dass du immer zu mir hältst, seis beim Training (Versorgungsfahrzeug), Wettkampf (besorgte Ehefrau) oder in allen anderen Lagen. Ich liebe dich und bin so glücklich mit dir. Denn neben dem 10.7.2011 war der 27.08.2011 das große Highlight eines tollen Jahres.

12.11.2011 - 42:50

... lautet ganz offiziell seit vergangenen Sonntag meine neue Bestzeit über 10 km. Die lag bisher bei 44:08 auf nicht vermessener Strecke in Kuppingen und datiert aus dem Jahr 2009. Inoffiziell konnte ich mich auch mit einer 42:59 schmücken, allerdings nur handgestoppt auf nicht kompletter Runde beim Halbmarathon in Magstadt (damals bin ich im Anschluss aber immerhin noch 11,1 km gelaufen). Aber an den 42:50 gibt es nix zu rütteln. Eigentlich hatte ich mir das schon für 2010 zum Ziel gesetzt endlich mal 42:59 zu laufen (aber leider nicht geschafft) und in diesem Jahr aufgrund mangelndes Lauftrainings nicht wirklich auf dem Plan. Umso glücklicher bin ich natürlich, dass es doch noch geklappt hat. Die Runde in Rheinzabern ist natürlich prädestiniert für eine neue Bestzeit und nach zwei Monaten kontrollierten Lauftrainings war ich mir durchaus einer guter Laufform bewusst, aber dass es auf Anhieb klappt, damit hätte ich nicht gerechnet. Das ganze erhöht natürlich den Druck für den 15 km Lauf an gleicher Stelle in 4 Wochen ernorm. Zumal ich gestern einem bärenstarken Marc und Cocker (vom VfL Herrenberg Lauftreff) knapp den Fortritt lassen musste. Genug Motivation beim nächsten Mal die Verhältnisse wieder gerade zu rücken. Aber die beiden werden sicher auch nicht die Beine hochlegen ;-)

15.11.2011 - Der Power der Triathleten

... zeigt sich vorallem beim Wettkämpfen wo neben Ausdauer auch noch Kraft gefragt ist, wie beispielsweise beim X-Cross Run in Magstadt. Nicht nur, dass mit Andrej Heilig mal wieder ein Triathlet einen Laufwettkampf hier in der Region gewonnen hat, nein auch die beste Frau ist Triathlet. Zumindest wäre Sie das wenn ich das Geschlecht gewechselt hätte. Tatsächlich bin ich aber das erste Mal überhaupt vor der ersten Frau im Ziel gewesen und habe auch sonst einige hinter mir gelassen, die sonst deutlich vor mir ins Ziel laufen. Grund genug mit dem Ergebnis mehr als zufrieden zu sein. Vorallem wenn man bedenkt, dass ich davor seit langem mal wieder richtig erkältet war. Aber das Lauftraining scheint jetzt schon erste Früchte zu tragen und ich bin noch ganz am Anfang. Der nächste Wettkampf folgt dann Anfang Dezember in Rheinzabern. Ich könnte hier jetzt großkotzig irgendwelche Zielzeiten raushauen, aber ich warte lieber mal ab wies in zwei Wochen aussieht wenn ich von den Malediven zurück bin.... 

5.11.2011 - Statusbericht

Sodele der erste 3 Wochen Trainingsblock ist vorüber. Das 3:1 System werd ich auch den Winter über durchziehen, da ich diese Saison eigentlich immer ganz gut damit zurecht gekommen bin und mir eine gewisse Struktur bringt bei dem was ich tue. Ich bin also in den letzte 3 Wochen hauptsächlich gelaufen, bissle geschwommen und bissle Krafttraining. Aber am meisten hat mich echt das Laufen begeistert. Wie im letzten Blog beschrieben, hatte ich ja seit Mitte April kein systematisches Lauftraining mehr. Dementsprechend schlecht waren die ersten Einheiten (vorallem nach zusätzlichen drei Wochen Laufpause). Aber es ist gigantisch zu merken wie in jeder weiteren Einheit die Form zurückkommt. Ich lauf grad viele kurze Einheiten (max. 12 km, oft auch unter 10 km) und das in gemütlichem Tempo. Und ich fühl mich von Mal zu Mal besser, dazwischen ein paar Übungen aus dem Lauf-ABC, ein paar Steigerungsläufe, immer unterschiedliche Strecken. Da macht Laufen gerade so richtig Laune. Im Schwimmen arbeite ich hauptsächlich an der Technik. Das erfordert zwar im Moment viel Disziplin, aber ich hoffe, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

5.10.2011 - Back on business

Früher als je zuvor hab ich am 1.Oktober mit der Saisonvorbereitung für die nächste Saison begonnen. Nach dem Triathlon in Köln hab ich mit Ausnahme von zwei kleinen Dummheiten wirklich mal richtig entspannt und fühl mich nach dreiwöchiger Pause mental wieder richtig frisch. Zeit also die Ziele für 2012 zu definieren und den Weg dahin zu planen. Und zumindest der erste Teil nimmt auch schon richtig Formen an. Eine Langdistanz werd ich im nächsten Jahr nur als Zuschauer in Angriff nehmen. Nach dem extrem guten Ergebnis in Zürich muss jetzt erstmal ein Jahr richtig an der Geschwindigkeit gefeilt werden, um dann 2013 guten Mutes eine neue Bestzeit angehen zu können. Ich werd mich also 2012 vorallem auf kürzere Distanzen konzentrieren, dabei aber auch zwei Mitteldistanzen als Highlights und Formcheck einbauen. Die Challenge im Kraichgau Anfang Juni ist dabei schon gesetzt, der Ort für die zweite Mitteldistanz noch offen (Challenge Walchsee oder ICAN Mallorca stehen momentan hoch im Kurs). Um im nächsten Jahr nochmal ne Schippe drauflegen zu können, ist es allerdings erforderlich nochmal die Schwächen der vergangenen Saison zu ermitteltn. Und das war wieder einmal ganz eindeutig das Laufen. Nach einer relativ guten Form im Frühjahr gings nach dem Freiburg HM eigentlich steil bergab. Durch meine (bisher ungeklärte) Verletzung im Knie war danach ein systematisches Training eigentlich nicht mehr möglich was den Verlust jeglicher Geschwindigkeit zur Folge hatte. Ausdauer war eigentlich kein Problem (siehe den gigantischen Marathon im IM), aber mal unter 5 min/km zu kommen ist nach wie vor nur mit größter Anstrengung möglich. Somit liegt mein absoluter Schwerpunkt im kommenden Winter auf dem Laufen. Ein systematisches Laufprogramm soll mich den Winter über hoffentlich in neue Laufdimensionen heben. Als kleine Kontrolle werd ich einige Laufwettkämpfe einstreuen und dann werden wir sehen was möglich ist.

6.9.2011 - Cologne 226 half

Lange hatte ich überlegt ob ich mich für den Köln-Triathlon anmelde oder nicht. Auf der einen Seite wollte ich mit der tollen Form die ich zum Ironman hatte auf jeden Fall noch einen Wettkampf machen, auf der anderen Seite war der Akku nach dem Ironman vor allem mental ziemlich leer. Nach langem Hin und Her hab ich mich am Samstag spontan für den Cologne 226 half nachgemeldet und bin im Nachhinein super glücklich, dass ich es gemacht habe.
Auch wenn ich meine Entscheidung wenige Stunden später wieder bereut habe. Wie beim Ironman bin ich in der Nacht davor aufgewacht weil es in Strömen geregnet hat. Aber das war bis zum Start um 12:30 längst vergessen und bis auf ein paar nasse Stellen auf der Straße war davon nichts mehr zu sehen.
Das Schwimmen war dann schon mal richtig geil. Auf der Regattabahn am Fühliner See ist Orientierung quasi unnötig. 1000 m in die eine Richtung, 900 m in die andere. Super Orientierung im klaren Wasser und an den unterirdisch gespannten Bahnbegrenzungen. Man darf nur die Wendeboje nicht verpassen. Und da ich mir vorgenommen hatte an diesem Tag einfach von Anfang an Vollgas zu gehen, hab ich direkt beim Schwimmen damit angefangen. Mir haben zwar nach 200 m sämtliche Muskeln im Oberkörper gebrannt (kein Wunder nach 3 Wochen ohne Schwimmtraining oder andersweitigem Oberkörpertraining) aber wozu brauch ich zum Radln und Laufen meine Arme. Also hab ich das Tempo bis zum Ende durchgezogen. Nach 32:06 war die Qual dann vorbei. Schwimmtraining ist also völlig überbewertet und im Gegensatz zu manch anderer Schwimmstrecke (z.B. Heilbronn) bin ich mir hier sicher, dass es wirklich 1,9 km waren. Auf dem Rad hab ich von Anfang an so in die Eisen gehauen, dass ich schon nach 5 km hätte wieder absteigen können. Aber die topfebene Strecke bietet einfach keine Möglichkeit mal aus dem Sattel zu gehen oder das Tempo ansatzweise zu reduzieren. Zum Glück hat sich bereits am Anfang eine recht gut funktionierende Gruppe gebildet, aus der ich nach ca. 30 km dann aber rausgefahren bin. Ich wollte nur nochmal ein bisschen aufs Tempo drücken und ehe ich mich versah war ich allein auf weiter Flur. Im Nachhinein ein riesen Fehler. Denn die folgenden 35 km war ich komplett allein unterwegs und die haben richtig Kraft gekostet. Soviel, dass ich irgendwann ein bisschen zurück stecken musste um beim Laufen nicht sofort zu explodieren. Nach 70 km waren die anderen Jungs dann wieder dran und in der Gruppe konnte ich dann noch ein paar Körner für den abschließenden Halbmarathon sparen. Mit einem Radsplit von 2:24 (Durchschnittsgeschwindigkeit 38 km/h) bin ich mehr als zufrieden und hab immerhin die 49. beste Radzeit gefahren.
Trotzdem hab ich auf dem Rad vielleicht mal wieder zu viel Pulver verschossen und bekam beim Laufen prompt die Quittung dafür. Krämpfe in beiden Oberschenkeln nach nicht mal einem Kilometer, die ich dann aber ganz routiniert rausmassiert hab. Aber die angepielten 1:45 waren damit natürlich passé. Zwar haben sich die Muskeln mit zunehmender Renndauer wieder erholt, aber die ersten 12 km bin ich wie auf Eiern gelaufen. Nur nichts riskieren um keinen weiteren Krampf zu kriegen. Erst Mitte der zweiten Runde konnte ich nochmal richtig auf die Tube drücken und am Anschlag laufen. Viel schneller war ich zwar auch nicht, dafür hat da einfach schon die Kraft gefehlt. Nach 4:53:38 konnte ich mich im Ziel aber zumindest über einen tollen 116. Gesamtplatz (von über 700 Teilnehmern) und eine neue Bestzeit über die halbe IM Distanz freuen. Die warme Dusche nach dem Rennen blieb mir leider verwehrt, denn das eiskalte Wasser im irgendwo geparkten Dusch-LKW stellte den krönenden Abschluss des am schlechtesten organisierten Triathlons meiner Karriere dar. Tolle Strecke, tolle Zeit, aber scheisse organisiert. Ich bin trotzdem froh, dass ichs nach langem Überlegen durchgezogen hab und geh nun mit einem guten Gefühl aber auch einigen Hausaufgaben in die Winterpause. Die Schwimmform stimmt, ist aber ausbaufähig, auf dem Rad schlummert bestimmt noch Potenzial, aber prinzipiell alles bestens, nur beim Laufen fehlts gerade an allen Ecken und Enden. Aber immerhin noch gereicht um am Ende vor dem "Pinken" zu landen. Danke Jasi, Simone und Thorsten fürs Mitkommen und Anfeuern. Ich hoffe ich hab euch nicht enttäuscht.

26.7.2011 - Das Leben als Ironman

Seit zwei Wochen darf ich mich jetzt offiziell Ironman nennen. Und ich muss sagen, es fühlt sich einfach nur geil an. Es hat doch noch gut ne halbe Woche gedauert bis ich wirklich begreifen konnte, dass ich es tatsächlich geschafft habe. In den ersten Tagen nach dem Ironman war es irgendwie schwer das alles zu realisieren. Und es ist immer noch faszinierend festzustellen welcher Stellenwert ein Ironman-Finish mit sich bringt. Ich finde schon eine olympische oder Mitteldistanz ist aller Ehren wert und Respekt vor allen die das machen. Und ich denke ich habe auf diesen Distanzen in den letzten Jahren auch schon ganz ordentliche Ergebnisse abgeliefert. Aber in der Öffentlichkeit wird der Ironman doch ganz anders wahrgenommen. Fast schon ungläubig aber auch völlig begeistert sind unzählige Leute auf mich zugekommen um mich zu beglückwünschen. Einfach nur krass.
Die "dunkle Seite" allerdings ist, dass ich momentan mental immernoch total leer bin. Die ganze Anspannung, die sich über Jahre hinweg aufgebaut hat ist komplett weg. Schon lange musste ich mich nicht mehr so aufraffen Sport zu machen. Dabei wäre es schade mit dieser gigantischen Form die Saison abrupt abzuschließen. Der momentan fast schon einzige Wettkampf der in Frage kommt wäre Cologne 226 half, ne Mitteldistanz mit absolut flacher Radstrecke. Ich hoffe dies sollte genug Motivation sein, in den nächten Wochen nochmal alle Systeme richtig hoch zu fahren . Und nach der geilen Zeit in Zürich lautet die Vorgabe einfach mal 4:40. Plan 0 versteht sich *gg

13.7.2011 - Rennbericht Ironman

So langsam komm ich an den Punkt zu realsieren, was da eigentlich am vergangenen Sonntag wirklich passiert ist. Dass ich das Ziel auf jeden Fall sehen werde, daran gabs im Vorfeld eigentlich nie einen Zweifel. Und dass ich gut vorbereitet bin, wusste ich auch. Aber selbst meine Best-Case-Kalkulation (Plan A) hat eine maximale Zielzeit von 11:17 (Swim 1:10, Bike 5:52, Run 4:02 + Wechsel) ausgespuckt und die war wirklich positiv gerechnet. Aber dieser Plan war ohnehin nur aus der Not geboren. Nachdem der Chief (Andrej Heilig) vor zwei Wochen beim Ironman France ausgestiegen ist weil er keinen Plan B hatte, musste ich mir noch was überlegen. Auch für mich gabs anfangs nur einen Plan A: Finishen. Also hab ich aus meinem Plan A einen Plan C gemacht und noch einen Plan A (11:17) und Plan B (Marathon durchlaufen) kreiert. In Zukunft brauch ich also vielleicht noch einen Plan 0, der das eigentlich Unmögliche darstellt.
Dabei hatte der Tag eigentlich gar nicht so gut angefangen. Aufstehen um 4 Uhr, strömender Regen, leichte Kopfschmerzen, nicht gerade die besten Vorraussetzungen. Doch pünktlich zum Start hatte der Regen aufgehört und die Sonne ging am gegenüberliegenden Seeufer auf. Das Schwimmen lief dann wirklich perfekt. Die von Cazzo und mir am Freitag augearbeitete Strategie ging voll und ganz auf. Mit unserer kalkulierten Schwimmzeit von 1:10 wären wir die ganzen letzten Jahre im vorderen Drittel gelandet, also haben wir uns beim Start dann auch genau da aufgestellt. Von dort wollten wir direkt volle Kanne losschwimmen (aus dem Strandbad heraus) und uns dann immer links auf der Außenbahn aus dem ganzen Getümmel heraushalten. Der Landstart (ich glaube erst der zweite meiner Karriere) war aber schon ziemlich krass, aber spätestens nach der ersten Wendeboje war ich genau dort, wo ich sein wollte und konnte eigentlich die ganze Schwimmstrecke ohne größere Behinderungen mein Tempo schwimmen. Mit einer Punktlandung von 1:09:37 bin ich wie geplant in die T1 eingelaufen. Nach einem perfekten Wechsel gings nach nur 1:29 ab auf die Radstrecke. Und hier war ich die ersten 30 km mental extrem gefordert. Denn im Unterschied zu allen bisherigen Wettkämpfen wollte und durfte ich auf dem Rad nicht von Anfang an Vollgas geben. Mit der Konsequenz, dass am Anfang doch viele an mir vorbeigeflogen sind und ich mich nicht an deren Hinterrad hängen durfte. Eine ungewohnte Erfahrung aber bewusste Entscheidung, die sich im späteren Rennverlauf noch auszahlen sollte. Trotzdem war das Radfahren am Anfang wirklich ein Traum. Die ersten 30 km sind nahezu komplett flach. Trotz geringem Kraftaufwand bin ich nur so den See entlang geflogen. Da ich eigentlich nie am Anschlag war konnte ich in dieser Situation auch gut reagieren, wenn sich doch mal ein Grüppchen gebildet hat und zufällig zu diesem Zeitpunkt kein Referee in der Nähe war. Mit Ausnahme der anhaltenden  Kopfschmerzen gings auf dem Rad die erste Runde wiklich locker und Dank der tollen Unterstützung an der Strecke auch relativ schnell vorbei. Zum Thema Support muss ich hier neben unseren gigantischen Fans auch die Stimmung am Heartbreakhill in Kilchberg (KM 85 / 175) erwähnen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Leute stehen wie bei der Tour de France dicht an dicht. Es passt wirklich nur ein Fahrer zwischendurch und du wirst förmlich den Berg hochgetragen. Gänsehaut pur (sogar jetzt im Nachhinein). Zu Beginn der zweiten Runde war ich dann mental wieder gefordert. Dank Cola waren die Kopfschmerzen in der Zwischenzeit zum Glück weg, aber die Blase und der Nacken meldeten sich so langsam. Und am einzigen Dixie weit und breit hält der Fahrer vor mir. Wie ich meinem Blasenleiden dann in den Griff bekommen hab will ich hier lieber nicht ausführen. Alle die sichs denken können, es war das erste und letzte Mal. Nach einem weiteren Boxenstopp hing ich erstmal in einer größeren Gruppe fest. Das hat wirklich ein ganzes Stück super funktioniert, so dass ich doch relativ schnell (wenn auch etwas langsamer wie in der ersten Runde) in T2 einbiegen konnte.
Beim Laufen hab ich auf den ersten Kilometern bereits gemerkt, dass ich auf dem Rad alles richtig oder zumindest nichts falsch gemacht habe. Im Vergleich zu allen anderen Wettkämpfen haben hier die Oberschenkel nicht gleich zugemacht, sondern das, was ich mir insgeheim erhofft hatte ist eingetreten. Ich bin losgelaufen als ob davor nichts gewesen wäre. Auf den ersten 5 km noch ein bisschen zu schnell, konnte doch relativ früh mein anvisiertes Tempo von 5:45 einhalten. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir eigentlich sicher, dieses Tempo bis mindestens KM 30 laufen zu können. Trotzdem waren die ersten beiden Runden schon extrem hart. Wenn man dann an einem KM-Schild vorbeiläuft auf dem die Zahlen 3 / 13,5 / 24 / 34,5 stehen und man weiß es gilt für einen selbst im Moment nur die 3 und man muss hier noch dreimal vorbei, ist das Ziel noch nicht wirklich in Sicht. Aber das tolle an einem Rundenlauf und speziell an der Laufstrecke in Zürich ist, dass man eigentlich nie alleine ist. Ich hatte so viele Supporter an der Strecke, dass ich kaum einen Kilometer ohne deren Unterstützung laufen musste. Und die haben mich wirklich die ganze Zeit gepusht. Vielen vielen Dank an euch alle, ihr wart immer genau dann da, wenn ich euch gebraucht habe. Ich hätte mich nie getraut auch nur ein bisschen nachzulassen. Und so hatte ich dann doch irgendwann drei von vier Rundenbändchen am Arm. Als ich das letzte Mal den Wendepunkt am Ziel passierte und auf der Uhr eine 9:57 erkennen konnte war mir klar, dass ich egal was jetzt auf der letzten Runde passiert eine super Zeit schaffen konnte. Eine Sub-11 erschien mir zu diesem Zeitpunkt jedoch unmöglich, da ich für die letzten drei Runden immer in etwa eine Stunde gebraucht hatte und zu diesem Zeitpunkt zum einen langsam die Kräfte schwanden und mein Magen auch keine Lust mehr auf Powerbargel hatte. Aber die Zeit war mir ohnehin eigentlich völlig egal, ich wollte auf der letzten Runde einfach jede Stelle, an der ich nun schon dreimal vorbeigelaufen war genießen, dass es nun das letzte Mal ist. Und irgendwie haben sich mein Magen und meine Beine auch noch geeinigt, dass ein finales Powerbargel unerlässlich ist um noch ins Ziel zu kommen. Die letzten Kilometer nach dem Wendepunkt am Uto-quai waren emotional der absolute Wahnsinn. In Gedanken ist der gesamte Wettkampf vor meinen Augen nochmal abgelaufen und wenn ich nicht so am Ende gewesen wäre hätte ich gerade losheulen können. Die Emotionen, als ich dann nach dem Umlaufen des letzten Wendepunkte am Ziel in den Zielkanal einbiege und die aktuelle Rennzeit sehe, kann ich eigentlich gar nicht in Worte fassen. Auf dieses Ziel habe ich Jahre hingearbeitet, tausende Male im Training vorgestellt wie es wohl ist ins Ziel zu laufen. Und es war noch viel viel geiler... Dieser Moment wird mir mein ganzes Leben in Erinnerung bleiben. Ein Lebenstraum ist für mich in Erfüllung gegangen. Danke Ironman!!!

11.7.2011 - IRONMAN

10:58:27 - Diese Zeit und diesen 10. Juli 2011 werd ich wohl nie wieder in meinem Leben vergessen. Bei meinem ersten Ironman mit so einer Wahnsinnszeit über die Ziellinie zu laufen hätte ich mir ich in meinem künsten Träumen nicht für möglich gehalten. Aber es gibt einfach Tage an denen passt einfach alles und dieser Tag gehört ganz sicher dazu. Ich glaube ich kann das ganze auch jetzt, einen Tag danach noch nicht wirklich realiseren, geschweige denn fühl ich mich in der Lage hier einen ausführlichen Rennbericht abzuliefern (der folgt aber ganz sicher in den nächsten Tagen). 1000 Dank an alle, die nicht nur gestern mit mir an der Strecke waren, sondern mich die ganzen letzten Jahre unterstützt und an mich geglaubt haben.
- Danke Schatzi dass zu jeder Zeit mal mehr mal weniger erfreut zu mir gehalten hat und einfach immer für mich da und überall dabei warst. Du darfst dich zu recht und voller Stolz "Freundin eines Ironman" nennen. Ich liebe dich.
- Dank an meine Family (Mum, Dad und meine Sis) die immer an mich geglaubt haben und mich so toll unterstützt habt.
- Danke auch an meine Ironman Kollegen Steffen, Dan und Frank (ihr werdet den Tag sicher auch nie vergessen)
- Danke an unsere Supporter und Freunde an der Strecke (Nils, Katrin, Eva, Ben, Sara, Micha, Soni, Andi, Steffi.....). Ihr wart so gigantisch. Ohne euch hätte das nie geklappt.
- Danke an meinem Trainingspartner Timo für viele gemeinsame Rad und Schwimmkilometer.
- Danke an den Chief-Triathleten Andrej für viele wertvolle Tips
- Danke an das ganze Agenda2020-Team und alle die ich hier vergessen hab.

I'm an IRONMAN!!!

7.7.2011 - Die Anspannung steigt

Nachdem ich die letzte Woche wirklich überraschend ruhig überstanden habe (keine Panikanfälle, keine sonstigen Unfälle), haben sich meine Beine am Montag wirklich super erholt angefühlt. Perfekt also um die Maschine langsam wieder hochzufahren. Kleiner Lauf (8 km) am Montag abend, 70 km Rad (richtig hart gefahren) am Dienstag und ne letzte Freiwassereinheit am Mittwoch standen diese Woche noch an. Die letzten organisatorischen Dinge rund ums Wochenende sind auch abgeschlossen, somit kann ich also ganz entspannt heute nach Zürich reisen. Und langsam steigt auch die Anspannung. Noch 3 Tage und ich habe die Möglichkeit mir einen Lebenstraum zu erfüllen. Ich hoffe ich verkacks nicht irgendwo. Aber ich bin guter Dinge. ZÜRICH, ICH KOMME.....

30.6.2011 - Schluss, aus und vorbei

Mit der vermutlich besten Trainingseinheit ist der letzte Vorbereitungsblock für den IM Zürich am Samstag zu Ende gegangen. Aber das Training der letzten beiden Wochen gibt auch keinen Anlass dazu an meiner Form zu zweifeln. Zwar musste ich am vergangenen Wochenende aufgrund spontaner Unlust und zeitlicher Unflexibilität bei meiner geplanten Koppeleinheit den Radteil ausfallen lassen und habe nur einen 30 km Lauf gemacht, der dann nicht ganz zu meiner Zufriedenheit verlaufen ist (heftige Schmerzen in den Abduktoren nach 22 km). Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und so lief der finale Formtest am Samstag dann wieder perfekt. Auf bekannter Radrunde noch mal ne Schippe draufgelegt, beim Laufen 31 km in super gleichmäßigen 5:40. Keine Knieschmerzen und zu vernachlässigende Schmerzen im Arsch. Genau so hatte ich mir die abschließende Koppeleinheit vorgestellt um mental gestärkt und die beiden letzten Tapering-Wochen zu starten. Ab jetzt heißt es nur noch die Nerven behalten und gesund bleiben. Die Form, die ich jetzt nicht habe kann ich in den nächsten zwei Wochen ohnehin nicht mehr aufholen.
Insgesamt kann ich auf 284 Traingsstunden im Jahr 2011 zurückblicken. Das entspricht 4300 km Rad, 650 km Laufen und 100 km Schwimmen sowie einige Stunden im Fitnessstudio. Die Belohnung dafür erfolgt dann in knapp zwei Wochen. Und ich bin richtig heiß....

15.6.2011 - Endspurt

25 Tage sind es heute noch bis zum IM Zürich, heißt gerade mal zwei Wochen Training verbleiben um dem Körper den letzten Feinschliff zu verpassen. Aber entgegen allen Erwartungen bin ich bisher nicht in irgendwelche Panikanfälle verfallen und habe auch nicht wirklich das Gefühl zu wenig getan zu haben. Eigentlich gute Vorraussetzungen um dem 11.7.2011 entspannt entgegen zu sehn. Und um ehrlich zu sein, bin ich froh, wenn es endlich so weit ist. Nicht nur weil es langsam immer schwerer wird die Konzentration hoch zu halten, auch weil ich mir endlich die Belohnung für die Schinderei in den letzten Monaten abholen will. Und ich hoffe doch schwer, dass ich die auch bekomme. Bis dahin konzentrier ich mich jetzt voll und ganz auf die Schlüsseleinheiten. Das sind zum einen vorallem die Koppeleinheiten, aber auch noch ne lange Radeinheit (180 km) und 1-2 Schwimmeinheiten gehören dazu. Nachdem es vergangene Woche beim Koppeln eher mittelmäßig war (war doch deutlich kaputter als gewünscht) liefs dieses Wochenende wieder richtig rund. Ich denke es war gut am Samstag auf meinen Körper zu hören und seinem Wunsch nachzukommen, die Einheit auf Sonntag zu verschieben. Ich hab mich am Samstag echt mies und unmotiviert gefühlt und den Tag Pause irgendwie gebraucht. Am Sonntag war ich dafür richtig heiß. Super Radeinheit (Strecke wie im letzten Blog beschrieben) mit zwei nahezu identisch schnellen Runden und dabei schneller wie letzte Woche gefolgt von einem 27 km Koppellauf. Und der war ebenfalls super. Nach 8 km hab ichs zwar schon wieder in den Beinen gemerkt, konnte das Tempo aber trotz richtigem Tief bei KM 14 (Gott sei Dank hatte ich mein Begleit und Versorgungsfahrrad mit dem besten Supporter der Welt dabei) bis zum Ende durchlaufen. Und das tollste dabei: das Knie hat keinen Mucks gemacht. Weder während dem Laufen, noch nach dem Laufen, geschweige denn am nächsten Tag. So kanns weitergehn.

6.6.2011 - Hartes Ding

Mit schweren Beinen bin ich von der Challenge Kraichgau gestern zurück gekehrt und fühl mich zumindest fast so, als ob ich mitgemacht habe. Allerdings fand meine persönliche Challenge schon am Samstag statt. Der letzte harte Trainingsblock für Zürich ist angebrochen und in den nächsten 4 Wochen stehen an jedem Wochenende harte Koppeleinheiten an, um mir den letzten Schliff zu verpassen. Die Radeinheit wird dabei immer identisch bleiben (95 km, 1100 HM in < 3h) gefolgt von einem  langen Lauf (Steigerung von 23 km auf 30 km). Und schon die erste Einheit hatte es in sich. Nach dem Wettkampf in Heilbronn und einem Mini-EHEC am Dienstag, hat mir bereits am Donnerstag bei der Radeinheit die gewünschte Frische in den Beinen gefehlt und so waren am Samstag die Oberschenkel bereits beim Radfahren ziemlich zu. Beim Laufen gings dann schon ab den ersten Kilometern an die Substanz und mit 375 ml Flüssigkeit für die nächsten 2 h waren das absolut beschissene Vorraussetzungen. Aber trotz drohender Kernschmelze konnte ich ein relativ gleichmäßiges Tempo bis zum Schluss durchziehen. Allerdings war ich anschließend doch mehr am Arsch wie ich mir das vorgestellt hatte, zumal das Tempo zumindest beim Laufen doch relativ moderat war (5:30 min/km). Das war aber von Anfang an so geplant (ok, ich würde jetzt lügen wenn ich sagen würde ich hätte locker 30 sec schneller laufen können), denn den Marathon beim Ironman werd ich sicher nicht mit einem Tempo unter 5:30 anlaufen. Am Sonntag hab ich dann noch ne längere Radeinheit drangehängt und bin als Supporter zur Challenge ins Kraichgau gefahren um mir die Show zwischen Andi Raelert, Sebi Kienle und Trainingspartner Timo zu geben. Ok, Timo hatte erwartungsgemäß keine Chance, hat aber trotzdem einen sensationellen Wettkampf abgeliefert (4:34:11) und war danach fast so im Arsch wie ich vom Trainieren und Zuschauen ;-).
Zum Wochenbeginn muss ich jetzt ein bissle auf meine Regeneration achten, denn am kommenden Wochenende steht dann wieder eine Koppeleinheit (mit 27 km Lauf) an, und da hoffe ich insgeheim, dass es vielleicht ein bisschen entspannter läuft wie vergangenes Wochenende.

1.6.2011 - Generalprobe erfolgreich bestanden

Mit dem Hochgefühl einen super geilen Wettkampf abgeliefert zu haben kann ich nun in den letzten und richtig harten Vorbereitungsblock für den IM Zürich starten. Beim Citytriathlon in Heilbronn hat alles einfach genau so funktioniert wie ich mir das vorgestellt und geplant habe. Oder sagen wir sogar noch besser. Mit der stärksten Schwimmgruppe gestartet war mir von vorneherein klar, dass ich mich erstmal im Hintergrund halten muss was aber durchaus sein gutes hatte. Verhältnismäßig viel Platz und trotzdem nen guten Zug nach vorne, so dass ich die angegebenen 34 min (und angepeilten 35 min) mit 31:42 wirklich locker unterboten hab. Wenn ich dann die Zeiten der anderen Schiwmmgruppen anschaue stelle ich fest, dass ich mit dieser Zeit dort unter den ersten 10 hätte sein müssen, bin ich mir sicher, dass ich das in diesem Fall nicht geschafft hätte. Beim Wechsel aufs Rad hab ich dann tatsächlich zwei Versuche gebraucht bis der Helm saß, aber das sind wirklich Peanuts. Das Radfahren war dann am Anfang richtig hart. Bei Gegenwind und leicht bergan hab ich dann doch etwas länger gebraucht bis ich richtig Druck machen konnte. Aber da es den anderen genauso ging konnte ich auch da schon Platz um Platz gut machen. Spätestens am ersten Anstieg liefs dann super gut, allerdings wurden mit zunehmender Strecke auch die Gegner rarer und schneller und es gab auch keine langsamen Fahrer aus einer vorherigen Startgruppe auf die man auffahren konnte. Doch zum Glück gab es immerwieder kleine Kuppen, die ich super nutzen konnte um an vor mir fahrende Gruppen oder Fahrer aufzuschließen. Letztlich hab ich mich auf dem Rad (Radspilt 1:59:34) von Platz 82 (meiner Startgruppe) nach dem Schwimmena auf Platz 40 nach vorne gearbeitet (bei den Frauen wäre ich zu diesem Zeitpunkt sogar Gesamtdritte gewesen ;-)). Doch leider hatte ich beim Radfahren schon befürchtet, was dann beim Laufen auch sofort eintraf. Die ganzen starken Jungs, die ich eben noch mühsam auf dem Rad geschnappt hatte schossen regelrecht an mir vorbei. Das einzig gute daran war, dass ich mir gar keine Gedanken machen musste ob ich irgendein Tempo mitgehen könnte. Es wäre sinnlos gewesen und so wurde ich gleich auf dem ersten Kilometer gezwungen mein eigenes Tempo zu finden. Eine hoffentlich sehr lehrreiche Erfahrung in Hinblick auf Zürich. Nachdem ich in der ersten Runde schon nicht mehr daran geglaubt hatte an diesem Tag noch irgendeinen Läufer zu überholen, waren dann auf der zweiten und dritten Runde doch auch Läufer unterwegs, die ihrereseits vermutlich erst in der erste Runde waren und damit nicht so schnell unterwegs waren, so dass ich doch noch das eine oder andere Mal das Gefühl genießen konnte einen Läufer zu überholen. Mit 1:11:24 bin ich dennoch zufrieden. Dass das Knie einen Tag später leider etwas zieht muss ich in dem Fall leider in Kauf nehmen.
MIt einer Zielzeit von 3:42:38 bin ich weit und locker unter meinem angestreben Ziel von unter 4h geblieben.
Alles in allem ein Super Wochenende, nicht nur wegen des erfolgreichen Wettkampfs, sondern auch weil wieder richtig viele von der Agenda 2020 dabei waren und wir ein super geiles Wochenende in Heilbronn hatten. Danke an alle die dabei waren...

26.5.2011 - Die Zeit rennt

Ich habe soeben festgestellt, dass es schon wieder fast einen Monat her ist, dass es hier was neues von mir gibt. Und das war exakt in meiner letzten Entlastungswoche. Einzige Schlussfolgerung: Nur dann hab ich Zeit mich ums Trainingsprotokoll / Blog zu kümmern und ein Blick darauf bestätigt das voll und ganz. Die letzten drei Wochen sind bis auf eine (allerdings nicht ganz unwichtige) Ausnahme zu meiner vollsten Zufriedenheit verlaufen.
Endlich ist die Triathlonsaison eröffnet und mit dem ersten Wettkampf bin ich mehr als zufrieden. Beim Triathlon in Calw konnte ich trotz harter Trainingswoche aus dem vollen schöpfen und mit Ausnahme vom Schwimmen eigentlich genau das abliefern was ich mir vorgenommen hatte. Ich hab mich zwar im Wasser super wohl und auch relativ schnell gefühlt (lag vielleicht auch daran, dass ich 4 Leute überholen konnte), aber 8:58 incl. Wechsel war dann gemessen an meinen Trainingsleistungen doch etwas langsam. Auf dem Rad liefs dagegen erwartungsgemäß sehr gut und mit Radsplit von 33:10 war ich nicht nur in unserem Team der beste, sondern mit der 25. besten Zeit auch generell weit vorne im Feld. Mit der reinen Laufzeit wäre ich wahrscheinlich auch nicht unbedingt glücklich, bei dem Profil der Laufstrecke liegt diese Zeit allerdings im Rahmen meiner Möglichkeiten. Alles in Allem ein super Einstieg in die Saison auch weil wir mit Basti, Nils und Marius seit Calw drei Tria-Neulinge haben.
Am darauffolgenden Tag hab ich mit Timo die Radstrecke von der Challenge Kraichgau (90km) und dem Citytriathlon Heilbronn (70 km) abgefahren. Bei traumhaftem Wetter ist die Lust auf die kommenden Wettkämpfe noch mal zusätzlich gesteigert worden. Nur soviel: Challenge Kraichgau wird nächstes Jahr auf jeden Fall in meinem Rennkalender auftauchen, Heilbronn ist ja dieses Jahr schon dran. Und ich muss sagen, das vorallem die Heilbronner Strecke extrem schön ist, aber mit Sicherheit auch ganz schön hart werden wird.
So schön es garade zum Radfahren ist und so viel Spaß ich dabei habe, ich würde gerade von Zeit zu Zeit viel lieber etwas mehr Laufen. Aber genau hier steckt derzeit ein kleines Problem. Seit gut einem Monat muckt mein rechtes Knie jetzt rum. Eine fast zweiwöchige Laufpause hat (fast erwartungsgemäß) nix gebracht. Ein Wettkampf ein paar schnelle Laufeinheiten haben nichts (im negativen Sinne) geändert. Was also tun? Mal gehts super gut, ich merke während dem Laufen nichts, dann ziehts dafür am nächsten Morgen. Ein anderes Mal ziehts schon beim Laufen, dafür ist danach alles ok. Ich werde wirklich nicht schlau daraus, hab dann aber doch zuviel Respekt mal ne richtig lage Einheit zu machen. Das sollte ich vor Zürich aber noch einige Male tun. Ich glaube zwar, dass meine Laufform aufgrund der großen Umfänge auf dem Rad (irgendwas muss ich in der Zeit die für Laufen geplant war ja tun) nicht sonderlich gelitten hat, aber besser ist sie dadurch auch nicht geworden. Ich werd jetzt wohl den Wettkampf in Heilbronn noch abwarten und dann muss ich es einfach mal riskieren...
Aber jetzt steht erstmal Heilbronn an. Und da freu ich mich wirklich riesig drauf. Warum ich dort als einziger aus dem Team mit den Profis starten darf weiß ich zwar nicht genau, aber die Taktik ist klar:  Beim Schwimmen dran bleiben, die Jungs auf dem Rad totfahren und dann das Ding gemütlch nach Hause schaukeln. Wir werden sehen....

29.4.2011 - Des einen Leid des anderen Freud

Ein weiterer Grund warum Triathlon einfach super ist. So musste ich letzte Woche doch seit langem mal wieder eine Trainingseinheit verletztungsbedingt absagen. Nach der Laufeinheit am Dienstag hatte ich aus bisher ungeklärten Gründe derart Knieschmerzen, dass ich mir selbst eine Laufpause von min 1,5 Woche auferlegt habe. Irgendwie kam ich von Anfang an mit meinen neuen Adidas Supernova nicht wirklich zurecht (obwohl ich die jetzt schon in der 4. Generation hab) und vermute, dass auch die Knieschmerzen daher kommen. Der Spezialläufer wäre jetzt vermutlich verzweifelt gewesen und hätte nicht gewusst wie er das gigantische Osterwochenende überhaupt verbringen soll. Der Triathlet dagegen hat ja noch zwei andere Disziplinen und so wurde halt ein bissle mehr geschwommen und viel mehr radgefahren. Und nachdem ich mein Zeitfahrrad letzte Woche mit den neuen Laufrädern komplettiert hatte, konnte ich mich am Wochenende einfach nicht davon trennen. Was am Freitag bei einer kurzen und schnellen Tour noch ein Traum war, war am Samstag bei der langen und bergigen Tour schon eher eine Qual. Es ist eben kein Berg- sondern ein Zeitfahrrad. Aber da Timo Gott sei Dank auf ähnlichem Gefährt unterwegs war konnten wir uns Kaltenbronn hoch gegenseitig ins Ohr jammern. Und letztlich war es trotz, oder gerade wegen dem Zeitfahrrad, eine doch ganz zügige Tour (150 km mit 2300 Hm in 5:15). Für diese Woche steht mal wieder ne Entlastungswoche auf dem Plan, wobei ich mich eigentlich noch voller Kraft fühle. Aber schaden kann es nicht und vielleicht wird ja sogar ein Schwimmblock draus. Warten wirs ab...

19.4.2011 - Zäh, zäher, Ironman

Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis der letzten Woche. Nach einer kurzen Erholungsphase vom letzten Wochenende hab ich gegen Mitte der Woche wieder voll reingehauen. Und auch wenn ich bei manch einer Einheit am Anfang dachte, es läuft gar nicht, so konnte ich im Anschluss doch meistens sehr zufrieden sein.

Beispiel 1: Schwimmen. Das Trainingslager hat mir ja doch so einige Schwachstellen beim Schwimmstil aufgezeigt. Vorallem mein Armzug, der am Haaransatz beginnt und spätestens an der Speckrolle wieder aufhört. Das Techniktraining und die Umstellung auf einen anderen Schwimmstil kosten mich da richtig Kraft. Soviel Kraft, dass ich am Anfang am liebsten nach 20 Bahnen wieder aus dem Wasser gestiegen wär. Aber in der Zwischenzeit läufts richtig gut und ich hab tatsächlich das Gefühl noch mal ne ordentliche Schippe drauflegen zu können.

Beispiel 2: Laufen. Lange Laufeinheit einen Tag nach ner harten Radeinheit. Das tat am Anfang ganz schön weh und ich war mir echt nicht sicher wie ich da unbeschadet heim kommen sollte. Aber nach guten 10 km war der Motor warmgelaufen und ich musste mir am Schluss doch tatsächlich noch ein paar Steigerungsläufe gönnen um das Gefühl zu habn kaputt zu sein.

Beispiel 3: Lange Radeinheit mit Timo am Sonntag. Motiviert duch unsere Babys und das gute Wetter hatten wir von Anfang an richtig Druck auf der Kurbel. Ich will jetzt nicht behaupten, dass Timo zuerst schlapp gemacht hat. Er war einfach nur vernünftiger rechtzeitig festzustellen, dass es böse enden könnte wenn wir so weitermachen. Und das war auch gut so. So hatte ich gegen Ende noch ausreichend Reserven im Nagoldtal noch ein kleines Feuerwerk in den Beinen zu entzünden bevor ich die qualitativ beste Radausfahrt des Jahres beenden konnte. Und am nächsten Tag: Nix. Die Beine waren wie neu...

Gute Aussichten also für ein langes Osterwochenende. Und das Wetter spielt auch noch mit...

12.4.2011 - Ein Wochenende wie aus einem Guss bzw Nik is back.

Auf ein Tief folgt meistens ein Hoch. Aber dass es so Hoch und so schnell kommt hätte ich nicht erwartet. Nachdem Anfang der Woche wirklich gar nix ging (Scheisse waren meine Beine nach Freiburg im Arsch) außer bissle Stabiübungen, hab ich am Mittwoch mein Baby das erste mal ausgeführt. Und wir haben uns auf Anhieb wieder super verstanden, zu gut als dass die Beine das sofort wieder verkraftet hätten. Am Samstag stand dann ein 27 km Lauf an und der hat mich mental wieder vollständig hergestellt. Lang hab ich mich beim Laufen nicht mehr so wohl gefühlt und hätte bestimmt noch mindestens 20 km so weiterlaufen können ;-). Aber das Programm für Sonntag war ja schon bekannt. 105 km durch den Schwarzwald (Schnitt > 30 km/h) mit anschließendem Koppellauf. Und mit Ausnahme von einem kleinen Hänger nach 75 km (Gel alle 45 min isch wohl zu wenig) war auch diese Einheit in allen Belangen ein Traum... So kann es weitergehn und vielleicht hatte Freiburg ja doch irgendwas Gutes.

5.4.2011 - Freiburg HM - Ein rabenschwarzer Tag

Selten hab ich mich so gequält und selten war ich so enttäuscht nach einem Wettkampf. Mit (vielleicht) zu großen Plänen war ich am vergangenen Wochenende beim HM in Freiburg. Möglichst nahe an die 1:30 ranlaufen war mein Ziel. Die 1:34:07 auf dem letzen Jahr zu unterbieten das Mindeste Und wenn man dann mit 1:42:55 ins Ziel kommt, hat man die Vorgabe ganz klar verfehlt. Ich will an dieser Stelle nicht lange nach Ausreden suchen (das haben gott sei dank schon andere gemacht) und das ganze so schnell wie möglich abhaken. Nur soviel, bereits auf den ersten beiden Kilometern hatte ich massiv Probleme ein Tempo von 4:15 min/km zu halten und da war die Sache im Prinzip schon gelaufen. Es folgte ein kilometerlanger Kampf ins Ziel, nichts von der vielleicht guten Stimmung, der schönen Stadt, dem schönen Wetter mitbekommen. Scheiss Zeit, scheisss Tag, abhaken und weitermachen. Ende!

29.3.2011 - Das Leben könnte so schön sein als Profi....

... aber auch stressig. Die letzte Woche hab ich im Trainingscamp von FriendsOnBikes in Sizilien verbracht. Und das war einfach nur super. Mein Tag hat sich eigentlich nur auf drei Dinge beschränkt: Schlafen, Essen und Trainieren. Und allein damit kann man locker die 24 h die ein Tag bietet ausfüllen. In der bisschen freien Zeit die mir dann noch blieb hab ich mich selbstverständlich auch nur mit einem Thema beschäftigt: Triathlon.
Trainingstechnisch lag der Schwerpunkt aber ganz klar auf dem Bike. Die härteste Einheit gabs gleich direkt zum Start in die Woche. Hochmotiviert hatte ich mich in die Racegroup eingetragen um am Start zu erfahren, das die Gruppe zum Größtenteil aus Ironmanfinishern mit einer Zielzeit von 9:xx bestand und man sich zum Ziel gesetzt hatte, Tourguide Andrej kaputt zu fahren. Andrejs Ratschlag hab ich dann auch direkt befolgt, mein Maul gehalten und mich hinten reingehängt. Somit war der Schnitt von > 32 km/h im teilweise strömenden Regen dann doch gut machbar. Die restlichen Touren waren somit allesamt verhältnismäßig locker zu fahren. Lediglich am Donnerstag gings ein bisschen in die Berge, aber auch da konnte ich auf eine überraschend gute Form zurüclgreifen und war (auch wenn die absoluten Freaks diesmal nicht dabei waren) jeweils der erste auf den Passhöhen. Aber das kann vielleicht auch ein bisschen am Fahrrad gelegen haben. Denn das tolle am Trainingscamp ist, dass es jede Menge Equipment zu leihen und testen gibt. Und so kam ich an diesem Tag in den Genuss, das aktuelle Teamrad von Rabobank zu testen. Neben Fahrrädern und Laufrädern hab ich mich auch einem intensiven Neotest unterzogen und mir gleich einen nagelneuen Aquasphere Racer mitgenommen. Immerhin der Neo in dem ich mich am zweitwohlsten gefühlt habe. Aber der Orca 3.8 hat leider nicht in mein finanzielles Budget gepasst.
Alles in allem war es eine super geile, aber auch viel zu kurze Woche in Sizilien. Immerhin bin ich auf stattliche 35 h Trainingszeit gekommen, 31 h (820 km) auf dem Rad, 4,5 h beim Laufen (41 km) und 1 h beim Schimmen. Nächstes Jahr müssen es auf jeden Fall zwei Wochen sein. Ich freu mich schon drauf.

17.3.2011 - Nach der Krankheit ist vor der Krankheit

Nachdem ich in KW 8 krankheitsbedingt eine kleine Pause einlegen musste, konnte ich wie erhofft bereits in KW 9 wieder voll ins Training einsteigen. Im Gegensatz zu Steffen und Trainingspartner Timo bin ich da wirklich mit einem blauen Auge davongekommen. Auch wenn ich mit den Umfängen doch sehr zufrieden bin, waren die Trainingsleistungen am Anfang alles andere als befriedigend. Beim Schwimmen keine Kraft in den Armen, auf dem Heimweg vom Geschäft auf dem Fahrrad schier verhungert. Nachdem es bisher eigentlich nur bergauf ging hat das kurzzeitig ganz schön an meiner Psyche gekratzt. Und das äußert sich bei mir leider immer ganz schnell in schlechter Laune. Doch auf ein Tief folgt meistens ein Hoch und die letzte Woche erhält zu Recht den Titel "Beste Trainingswoche 2011". Bisher! Vor allem auf dem Rad hatte ich endlich mal wieder das Gefühl richtig Dampf auf der Kurbel zu haben. Und wenns läuft dann läufst, da halten mich auch keine Traktoren oder Motorroller im Neckartal auf. So geschehen beim gemeinsamen Ritt mit Timo auf unserer Referenzstrecke von Horb nach Rottenburg. Letztlich hats dann dank Überholmanöver aber immer noch für ein Schnitt von 38km/h auf diesem Teilstück gereicht. Und da ist durchaus noch Luft nach oben.
Beim Laufen gehts die ganzen Wochen eigentlich konstant gut voran, auch wenn ich nicht immer ganz auf die Umfänge komme die ich mir wünsche. Aber der ultimative Härtetest erfolgt am 3.April beim HM in Freiburg. Da will ich dann mal testen wie nahe ich an die 1:30 dran oder vielleicht sogar drunter komm.
Davor folgt jetzt aber erst mal die lang ersehnte Woche Trainingslager auf Sizilien. Und nachdem ich diese Woche vor lauter beruflichem Stress nicht wirklich viel gemacht hab (hauptsächlich Schwimmen und das endlich mal wieder auf hohem Niveau) komm ich hoffentlich nahezu erholt in Sizilien an und kann dann aus dem Vollen schöpfen . Ich bin schon richtig heiß drauf und freu mich endlich mal eine ganze Woche nur der schönsten Nebensache der Welt zu widmen. Das Leben muss so schön sein als Profi...

24.2.2011 - Endlich hab ich mal wieder Zeit für meinen Blog,

aber das ist leider kein gutes Zeichen. Denn nach der Regenerationswoche letzte Woche wollte ich diese Woche wieder voll ins Training einsteigen. Leider hat es mich gesundheitstechnisch mal wieder erwischt und ich muss bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sofa unter der Decke ausharren. Aber ich bin zuversichtlich, dass es sich nur um eine kleine Erkältung handelt, die mich max. 5 Tage außer Gefecht setzt und dann einen relativ zügigen Einstieg ins Training wieder zulässt. War ja eh klar und auch eingeplant, dass das irgendwann Mal ansteht und je früher desto besser (wenns bei dem einmaligen Erlebnis bleibt). Die kleine Zusatzpause wird mich also sicher nicht aus der Bahn werfen. Und dass ich am Wochenende in Sindelfingen nicht am Start stehen kann find ich jetzt auch nicht wirklich dramatisch, für einen kleinen Formcheck über 10 km findet sich vielleicht auch noch ein anderer Wettkampf im März. Das hängt jedoch ein bisschen davon ab wie ich meinen Trainingsplan für die nächsten Wochen neu gestalte. Es sind immerhin nur noch gute 3 Wochen bis zum Trainingslager, und ich muss für mich noch die Entscheidung treffen ob ich mich bis dahin voll aufs Radeln konzentriere oder nochmal kräftig beim Laufen Gas gebe. Aber diese Entscheidung kann ich in den nächsten Tagen ganz gemütlich vom Sofa aus treffen.

7.2.2011 - 10400 Meter

Auf dem Fahrrad bin ich da noch nicht mal warm, in den Laufschuhen eine sehr gemütliche Einheit, und im Wasser hängen die Flügel (zumindest bei mir) danach ganz schön tief. Aber dennoch bin ich mit meiner ersten harten Schwimmwoche sehr zufrieden. Vorallem weil ich zum krönenden Abschluss am Samstag auch mental die letzte Hürde des Ironman genommen hab. Nachdem ich ja schon 2 Marathons in den Beinen hab, 180 km auf dem Rad auch schon mehrfach hinter mir hab, war es mal an der Zeit 3,8 km am Stück zu schwimmen. Der Cazzo und ich kennen jetzt wohl die Lebensgeschichte jeder Kachel im Sindelfinger Hallenbad, aber letztendlich wars dann doch ne kurzweilige Angelegenheit. Danke Cazzo.
Aber abgesehen vom Schwimmen läufts grad einfach perfekt. Die zweite Woche in Folge in der ein Programm geplant wurde und dann zu 100 % auch so durchgezogen wurde. Und auch ohne ultimativen Formtest würde ich bei der Bewertung meiner derzeitigen Form gerade beide Daumen in den Himmel recken. Aber die drück ich dann doch lieber und hoffe, dass es so weiter geht.

26.1.2011 - Es geht hart zur Sache..

... und es macht auch noch Spass. Und das ist eigentlich derzeit das Beste am ganzen Training. Den meine Motivation und der Spass am Trainieren kennt gerade keine Grenzen. Da muss ich den Stress im Geschäft schon fast als disziplinarische Maßnahme ansehen, die mich daran hindert rund um die Uhr zu trainieren.
Vorallem nach der letzten Entlastungswoche sprühe ich nur so vor Tatendrang, schriftlich belegt durch die vermutlich härteste Spinningeinheit gestern Abend, einem extrem harten Schwimmprogramm heute morgen und einem Intervalltraining auf dem Laufband heute Abend. Da bin ich doch froh, dass morgen Ruhetag ist und dann endlich das Wochenende kommt. Des Trainierens wegen versteht sich. Bleibt bloß zu hoffen, dass das Wetter halbwegs mitspielt.

10.1.2011 - Mit Vollgas ins neue Jahr....

... lautete einer von vielen Vorsätzen mit denen ich 2011 gestartet bin. Und bisher kann ich mich auch nicht beklagen. Im Training läufts endlich mal wieder rund, bzw. es ist mal wieder ein gewisses System zu endecken (nachdem wegen unserer Renovierung im Dezember davon nicht viel zu sehen war) und die beiden Wettkämpfe in der letzen Woche stimmen mich doch äußerst zuversichtlich. Der Silvesterlauf in Stuttgart war mit Ausnahme der letzten beiden Kilometer eher ein schneller Trainingslauf, und mit ner Zielzeit von 49:47 über 11,1 km ist da noch viele Luft nach oben. Die Zeit vom Dreiköniglauf in Grafenau ist dagegen wenig aussagekräftig. Bei extrem schwer zu laufendem Untergrund bin ich mit 47:09 eigentlich auch ganz zufrieden. Und wenn ich zur Abwechslung mal auf die Platzierung (69. von 336) und die Rückstände (2:30 auf den Cazzo) schiele, war das wohl nicht ganz so schlecht.
Allerdings hat die Winterlaufserie für mich schon nahezu jeden Reiz verloren, bevor sie überhaupt angefangen hat. Der einzige Lauf den ich da wirklich als Formtest für mich angesehen hätte, wäre der Halbmartahon in Magstadt gewesen. Und ausgerechnet an diesem Termin bin ich nicht im Lande. Aber kein Grund zur Trauer. Ich werde mich zu dieser Zeit im hoffentlich waren Sizilien konzentriert auf meinen Saisonhöhepunkt vorbereiten. Und Halbmarthonläufe gibts auch noch 2 Wochen später, und dann sollte die Form hoffentlich dermaßen gut sein, dass ich meine Bestzeit mit einem Lächeln im Gesicht locker unterbieten kann.
Bis dahin heißts jetzt also Fahrt aufnehmen. Bis zum Abflug will ich 1000 km in den Beinen haben. Wird zwar extrem hart, aber wenns nur 700 sind bin ich auch zufrieden.

3.11.2011 - Jahresrückblick 2011

Das neue Jahr hat zwar schon begonnen, und eigentlich sollte ich nur nach vorne schauen, ich möchte aber trotzdem noch einmal kurz aufs vergangene Jahr zurückblicken.
Als generell positiv denkender Mensch bleiben mir da vorallem die erfolgreichen Wettkämpfe in Erinnerung, und da ganz besonders die beiden Mitteldistanzen in Zürich und Erlangen. Zürich, weil es meine erste Mitteldistanz war und von der Organisation und Stimmung das beste war, das ich je gemacht habe (da hoffe ich natürlich auch ähnliche Verhältnisse nächstes Jahr beim IM) und Erlangen, weil es mein erklärtes Saisonhighlight war und ich mich darauf ganz besonders vorbereitet hatte. Und auch wenn es immer etwas zu verbessern gab. Der Wettkampf war nahe dran am perfekten Wettkampf. Und dass  mich Steffen auch dort wenige Meter vor dem Ziel mal wieder eingefangen hat ist einzig und allein darauf zurückzuführen, dass er an dem Tag stärker war. Aber was gibt es schöneres als gemeinsam mit dem Teampartner gemeinsam durch Ziel zu laufen. Beim Zermattmarathon war das zwar nicht möglich aber als Zweierteam haben wir uns eine Superzeit erkämpft. Danke Cazzo, Teampartner 4 Live!
Der Zermattmarathon ist mir aber auch so ganz besonders in Erinnerung geblieben. Nicht nur weil es ein supergeiles Wochenende mit dem Team in der Schweiz war, sondern auch weil die Strecke (vor allem die letzten Kilometer) einfach unbeschreiblich hart wie schön sind ;-).
Downlights gabs eigentlich nur eines. Aber das hat mich leider die ganze Saison begleitet und nennt sich Krankheit. Eigentlich das beschissenste was einem Triatlethen passien kann. Da wundert es doch, dass ich eigengtlich alle Wettkämpfe mitmachen konnte und meistens sogar mit zufriedenstellendem Ergebnis. Nachdem ich endlich mal ein Jahr ohne Verletzung überstanden habe, haben mich dieses Jahr meine Bronchien doch immer wieder zur Pause gezwungen. Im Moment sieht es ganz gut aus, ich werd mich aber dennoch einer detaillierten Untersuchung unterziehen. Da wird dann auch die Tatsache dass ich 75 % meiner Triathlons dieses Jahr im Regen bestritten habe zur Nebensache.
An dieser Stelle will ich auch nochmal meiner großen Liebe (zur Abwechsleung mal nicht mein neues TT-Rad) danken, dass sie immer für mich da ist und mich meistens so erträgt wie ich bin. Danke Schatzi, ohne dich würde das alles gar nicht funktionieren.

26.12.2010 - Lebenszeichen

250 Tage waren es noch bei letzten Eintrag. Jetzt sind es nur noch 197 Tage. Eine verdächtig lange Zeit ist vergangen und es wird dringend Zeit, dass ich mich mal wieder meinem Blog widme. Aber keine Sorge, ich bin nicht abgetaucht. Nur waren die letzten 53 Tage derart stressig, dass mir kaum Zeit zum trainieren geblieben ist, geschweige denn zur Trainingsdokumentation. Mit der Renovierung und dem Umzug in unsere neues Haus nach Nufringen, standen dann doch kurzzeitig andere Dinge im Vordergrund, so dass mir nicht nur streckenweise die Zeit sondern auch die Motivation zum konzentrierten Training gefehlt hat. Um so schöner, das ich jetzt Urlaub habe, der Umzug über die Bühne ist und ich endlich den Kopf frei hab für den schönsten Sport der Welt. Leider macht mir das Wetter gerade ein bisschen einen Strich durch die Rechnung. Aber dank hervorragender Räumdienste in Nufringen / Ehningen und Umgebung (die Radwege werden vor den Nebenstraßen geräumt) kann ich diese Ausrede nicht zählen lassen. Und selbst die Kälte (-15°C heute morgen beim Laufen) lässt mich verhältnismäßig kalt.
Da Radfahren im Moment nicht wirklich der Bringer ist, konzentriere ich mich eher aufs Laufen und Schwimmen, wobei ich nächste Woche doch mal ne Tour mit dem Rad im Schönbuch testen will.
Und auch mit einem Laufwettkampf in diesem Jahr siehts gerade ganz gut aus. Nachdem ich das letzte Mal vermutlich beim Zermattmarathon nur zu Fuss unterwegs war, will ich zum Silvesterlauf in Stuttgart die verstaubten Treter aus dem Schrank holen. Und dann gehts ja im nächsten Jahr auch schon direkt mit der Winterlaufserie los. Vielleicht schaff ichs mal wieder alle drei Wettkämpfe zu beenden. Aber ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Lieber weniger schwätzen und mehr machen *ggg
Daher mach ich an dieser Stelle auch Schluss, das Training wartet...

2.11.2010 - Noch 250 Tage

Eine schöne Zahl um mal wieder ein Resümee zu ziehen. Ich bin gerade mal wieder nicht im Training. Oder doch? Nachdem ich in den letzten beiden Wochen die Belastung Stück für Stück nach oben gefahren hab, beginnt heute eine Entlastungswoche. Und auf die hab ich mich auch richtig gefreut und ich denke, dass ich mir die auch verdient habe. Am Anfang liefs erwartungsgemäß sehr schleppend. Muskelkater nach 10 km Laufen und Durchschnittspuls von 160 beim Spinning. Typische Erscheinungen nach 14 Tagen gar nichts tun. Aber zumindest in den letzten vier Tagen hab ichs dann nochmal richtig krachen lassen und bin mehr als zufrieden mit der Entwicklung. Vorallem beim Laufen hab ich spätestens seit gestern das Vertrauen zurückgewonnen. Denn das hat mir zu Beginn echt Probleme bereitet und ich hab viel darüber gegrübelt ob meine Lunge nun so tut wie ich mir das vorstelle oder nicht. Aber die lockeren 23 km in 2:03 waren da Balsam auf die seelischen Wunden (Danke Cazzo!). Somit seh ich der kommenden Woche entspannt entgegen und werde mich voll und ganz auf eine Trainingsdisziplin konzentrieren. Das Schlafen. Mehr zu den Hintergründen und Erfolgen beim nächsten Mal. Gute Nacht!!!

15.10.2010 - Ich hasse es...

...wenn mein Körper nicht so funktioniert wie ich will. Und leider tut er das gerade mal wieder. Nachdem ich dieses Jahr ich glaube zum ersten Mal von keiner Verletzung auch nur ansatzweise ausgebremst wurde, macht mir meine Lunge bzw. meine Bronchien nun schon zum zweiten Mal einen Strich durch die Rechnung. Zu Beginn des Jahres bin ich bereits mit einer Bronchitis flachgelegen und vor zwei Wochen hat auf einmal wieder der Husten angefangen. Dazu kam noch ne satte Erkältung, so dass an Training gar nicht zu denken war. Erste Konsequenz: Alle Wettkämpfe in diesem Jahr absagen. Danach direkt zum Arzt um das ganze Mal näher zu untersuchen. Der Husten ist jetzt wieder weg. Eine ernsthafte Erkrankung konnte Gott sei Dank bisher nicht festgestellt werden. Ein Termin beim Lungenfachmann steht aber dennoch an. Bis dahin werd ich jetzt mal langsam wieder ins Training einsteigen und gucken wies so läuft. Denn auch wenns noch lange hin ist bis zum IM Zürich, einen weiteren Rückschlag kann ich mir eigentlich nicht leisten.

30.9.2010 - Auf und Ab

Mein derzeitiger "gefühlter" Leistungsstand entspricht ziemlich genau den Routenprofilen vom Radtrainingslager letzte Woche: ein ständiges Auf und Ab. Nachdem ich in meinem letzten Post noch vollmundig angekündigt habe, das Projekt "Frankfurt Marathon" angehen zu wollen, hat sich diese Meinung in den letzten Tagen quasi stündlich geändert. Vorgesehen war in den letzten beiden Wochen das Laufpensum auf über 60 km pro Woche nach oben zu schrauben. In der ersten Woche hat mir natürlich prompt ne kleine Erkältung und ein paar Problemchen, die ich hier nicht näher ausführen will, nen Strich durch die Rechnung gemacht. Dass es in der zweiten Woche nicht einfacher werden würde war mir im Voraus klar. Bepackt mit MTB und Rennrad war ich mit Ralf am Dreiländereck und am Gardasee. Dass wir uns ne gemütliche Woche gemacht haben kann man wohl nicht behaupten, allerdings waren wir bei der Tourenauswahl nicht gerade zurückhaltend, so dass auch hier das Laufen leider hinten anstehen musste. Mit dem guten Gefühl ordentlich was für die GA1 getan zu haben wollte ich dann am Wochenende wieder voll ins Lauftraining einsteigen. Ein Magen-Darm-Infekt hat das ganze dann allerdings auf Montag verschoben. Und da musste ich dann erkennen, dass ein 20 km Dauerlauf nach 2 Tagen Dauerbesuch auf der Schüssel vielleicht nicht gerade die beste Idee ist. Auf jeden Fall war ich mir zwischenzeitlich nicht sicher, ob und wie ich wieder nach Hause komme. Ich habs dann aber doch noch irgendwie geschafft die "schlechteste Trainingseinheit der letzten Jahre" zu beenden. Die letzten beiden Tage liefs dann wieder ganz rund, die Zweifel an meiner momentanen Leistungsfähigkeit sind jedoch geblieben. Und eigentlich komm ich jetzt genau in die Situation in die ich nie kommen wollte. Das Gefühl zu haben ich muss die nächsten Wochen Laufen, Laufen, Laufen um in Frankfurt nen vernünftigen Wettkampf abzuliefern. Ich werd mein Training jetzt einfach weiter so durchziehen wie ichs geplant hatte (sprich nicht versuchen die verpassten Laufkilometer irgendwie reinzuholen und meine Entlastungswochen einlegen), die Wettkämpfe in Kuppingen und Hildrizhausen machen und dann spontan entscheiden. Tendenz momentan: Frankfurt fällt aus, aber man weiß ja nie wie sich mein Gemütszustand die nächste Woche ändert...... Wir werden sehn.

13.9.2010 - 110% und nur noch 300 Tage

Endlich mal wieder eine Woche in der ich zu 100% das durchgezogen hab, was ich mir vorgenommen hab. Im Normalfall läuft das ja eher so ab, dass man sich nen groben Plan für die Woche aufstellt, von Anfang an schon mindestens eine Einheit plant die man nicht schaffen wird und dann in der Regel nochmal mindestens eine Einheit Opfer mangelnder Zeit, Motivation oder im Zweifelsfall des Wetter (dann nur als Ausrede für eine der ersten beiden Gründe) wird. Aber diese Woche bin ich bei 110% gelandet. Eigentlich überraschend, wenn ich daran denke, dass ich am Freitag auf dem Heimweg vom Geschäft auf dem Rad fast eingegangen bin. Aber mit ner harten Laufeinheit am Samstag und ner langen Radeinheit am Sonntag hat sich das Blatt nochmal gewendet. Da war es auch gut zu verschmerzen, die Teamkollegen in Dagersheim anzufeuern anstatt selber am Start zu stehen. Aber in Kuppingen in vier Wochen werd ich auch mal wieder dabei sein, zumal ich in der Zwischenzeit fest entschlossen bin den Frankfurt Marathon anzugehen. Allerdings werd ich im Gegensatz zu Paris und Stockholm die Taktik etwas ändern. Maximal einen Lauf über 30 km, dafür viel GA1 Training auf dem Rad. So empfiehlt es mir ein Trainingsplan in der aktuellen "Triathlon" und in meiner noch jungen Marathonlaufbahn ist auf jeden Fall noch Zeit für Experimente...

5.9.2010 - Aller Anfang ist schwer

Seit einer Woche bin ich jetzt wieder im Training. Zumindest hab ich damit angefangen. Nach zwei Wochen Pause und Muskelkater nach der ersten lockeren Laufeinheit, hab ich doch fast gedacht, ich habs verlernt. Doch nach weiteren drei Einheiten und einem Paar neuer Treter (Saucony Ride 3) kann ich doch sagen: "Die Form passt". Und das Laufen macht sogar fast richtig Spass. Zumindest soviel, dass ich mal wieder glatt aufs Schwimmen verzichtet hab. Das muss nächste Woche besser werden, vorausgesetzt ich werd endlich das Kratzen im Hals los.

30.8.2010 - Jetzt gehts los...

Sodele der Urlaub ist vorbei, nun geht der Ernst des Lebens wieder los... Nachdem ich im Urlaub mal wieder all das gemacht hab, was ich eigentlich nicht sollte (Ausschlafen, im Unverstand ungesund essen, KEIN Sport --> Konsequenz: 3,5 kg zugenommen), wird es Zeit mein Leben mal wieder in geordnete Bahnen zu lenken.
Ich werd die nächsten Tage jetzt mal das Training wieder anständig hochfahren und dann entscheiden ob ich mich noch für den Frankfurt Marathon anmelde. Eigentlich spricht ja nix dagegen, sich nochmal ein richtig schönes Ziel vor dem wettkampfarmen Winter zu suchen. Einzig das Radtraining könnte mal wieder bissle leiden. Parallel dazu muss ich mir mal ernsthafte Gedanken über die IM Vorbereitung über den Winter machen. Es gibt also einiges zu tun.